Die Shop-Optimierung vor der Conversion-Rate-Optimierung (CRO)

Der Gast-Login für die Conversion-Steigerung

Effizienz-Steigerung im Onlinemarketing durch Conversion-Rate- & Shop-Optimierung

Über Suchmaschinen-Marketing & -Optimierung (SEA/SEO) hart erkämpfte und teuer eingekaufte Besucher auch zu zufriedenen Kunden zu machen, ist die Königsdisziplin im Onlinemarketing. Oft werden potentielle Kunden durch schlechte Nutzerführung, sinnlose Abfragen, mangelhaften Content etc. verschreckt und es entsteht eine hohe Bounce Rate.

Conversion-OptimierungUm effizient zu arbeiten, sollten im ersten Schritt ausführliche und aussagekräftige Analysen und Tests durchgeführt werden. Kennt man den IST-Zustand seiner Landingpage bzw. seines Online-Shops, kann man sinnvolle Entscheidungen für die erforderlichen Maßnahmen zur Konversions-Steigerung treffen.

Langfristigen Erfolg erzielt man nur durch permanente Analyse & Optimierung!

Eine Conversion-Optimierung (CR) bietet diverse Stellschrauben, so dass wir in diesem Artikel lediglich an der Oberfläche kratzen können. Wir haben hier 5 OnPage-Bereiche zusammengestellt, die „glattgezogen“ sein sollten, bevor man mit der eigentlichen CR-Strategie startet. Eine sinnvolle CR setzt da an, wo die „normale“ Shop-Optimierung aufhört – wobei die Übergänge fließend sind.


5 OnPage-Maßnahmen zur Conversion-Rate-Optimierung
– Den eigenen Shop unter die Lupe nehmen –

1. Layout- & Struktur-Anpassungen

Emotion entscheidet – durch Layout-Anpassungen können Konversionen erhöht werden. Bilder können den Verkaufsprozess oder den Anmeldevorgang positiv beeinflussen. Die Wahl der richtigen Keywords, schon bei der Seitenarchitektur, hilft auch bei der Platzierung in der Suchmaschine.
Schwierig gestaltet sich eine nachträgliche Optimierung.

Mögliche Ansätze für Layout-Anpassungen:

  • Anordnung und Hervorhebung relevanter Elemente im Layout
  • Anordnung und Struktur des Bestellprozesses
  • Optimiertes Kategoriemanagement
  • klare Handlungsaufforderungen („Call-to-Action“-Elemente)
  • Übersichtsseiten auf das Produkt abstimmen (Galerie- oder Listenansicht)
  • Responsive Design anwenden

„Conversion-Optimierung hat viel mit Verkaufspsychologie zu tun. Es geht um die Befriedigung von technischen und auch sehr menschlichen Kundenbedürfnissen.“
Quelle: RATGEBER FÜR DEN ONLINESHOP


2. Usability-Optimierung

Die Benutzerfreundlichkeit spielt eine sehr große Rolle – wer verkaufen will, darf seinen Kunden keine Steine in den Weg legen.

Mögliche Ansätze für eine Usability-Optimierung:

  • Wie leicht findet der potentielle Kunde das gesuchte Produkt?
    – Menü
    – interne Suche (siehe auch interne Suche als Erfolgsfaktor)
    – Produktpflege
  • Wie performt der Shop?
  • Wie performt der Shop auch auf mobilen Endgeräten?
    – Geschwindigkeit
    – Responsive-Design
    – vereinfachter Checkout-Prozess
  • Wie gut ist die Suche inkl. Suchergebnisseite?

interne Suche

„Lange Ladezeiten können Online-Händler Umsatz und die Zufriedenheit ihrer Kunden kosten. Jede zusätzliche Sekunde senkt die Conversions um 7 Prozent. Die Performance einer Website ist vor allem im eCommerce ein wichtiger Erfolgsfaktor.“
Quelle: t3n

„Es ist belegt, dass die Conversion Rate bei Besuchern, welche die Suchfunktion der Website nutzen, 3 bis 5mal so hoch ist wie bei anderen Besuchern.“
Quelle: Findologic


3. Checkout-Optimierung: Warenkorb & Bestellvorgang

Der Bestellprozess ist die empfindlichste Stelle im Online-Shop. Verschiedene Gründe bewegen Kunden dazu, den Bestellvorgang abzubrechen und den Online-Shop wieder zu verlassen. Um langfristig Besucher zu Kunden zu machen, ist kontinuierliches Website-Controlling unumgänglich.

Mögliche Gründe für abgebrochene Conversions:

  • Usability: der Bestellvorgang wird als zu kompliziert empfunden
  • Trust: der Bestellvorgang wird als zu unsicher empfunden
  • Zahlungsarten: der Kunde findet die gewünschte Zahlungsart nicht
  • Kunden-Login/Gastbestellung: der Kunde möchte kein Kundenkonto anlegen

Lösungsansätze:

  • Für eine klare Benutzerführung sorgen
  • Trustsignale wie Prüfsiegel oder Kundenmeinungen bieten
  • Zahlungsarten prüfen/testen (Zusätzliche Zahlungsvarianten verringern die Abbruchquote)
  • A/B-Testing, um für die angesprochene Zielgruppe zu optimieren

„ZAHLWEISE – Volumina im Interaktiven Handel (Vergleich 2012-­‐2013)“

Beliebte Zahlarten im Onlinehandel
Quelle: bevh


4. Content-Optimierung

Neben der Fehlersuche gibt es bei der Optimierung im Online-Shop noch die Verbesserung. Der Mitbewerber ist nur einen Mausklick entfernt und schließlich geht es darum, Besucher zu Käufern zu machen und Käufer zu wiederkehrenden Kunden.

Mögliche Ansätze der Content-Optimierung:

  • Optimierte Produktpräsentationen
  • Optimierte Produktdaten (Name, Beschreibung, Datenblatt etc.)
  • Optimierte interne Suche (siehe auch Usability Optimierung)
  • Fehlende Call-to-Action Elemente ergänzen
  • psychologisch fundierte Maßnahmen (z.B. künstliche Verknappung)

gelungene Produkt-Detailansicht

„Eine schlechte Produktdarstellung bewegt 43 Prozent der Kunden zum Absprung. Es ist eine stärkere Klassifizierung der Produktdaten gefragt.“
Quelle: novomind


5. Mobile-Optimierung

Mobile-CommerceDurch die stetig steigende Zahl an Usern im Mobile-Commerce darf die Anpassung an mobile Endgeräte bei Conversion-Rate-Optimierungsmaßnahmen nicht außer Acht gelassen werden.
Der mobile Nutzer sollte bei Online-Händlern klar im Fokus stehen, da der Trend eindeutig in Richtung „Second-Screen“ (das Zweitgerät, das z. B. während des Fernsehens genutzt wird) geht.

Mögliche Ansätze der Mobile-Optimierung:

  • Einfache URLs
  • QR-Codes
  • Vereinfachte Checkouts (weniger Pflichtfelder in Formularen)
  • Für mobile Endgeräte optimierte Bilder & Grafiken

„Laut OTTO finden im aktuellen Weihnachtsgeschäft bis zu 15 Prozent der Besuche auf otto.de über Smartphones statt und weitere 15 Prozent über Tablets. Tendenz steigend.“
Quelle: t3n