Facebook war gestern – LinkedIn ist die B2B-Goldgrube

LinkedIn ist laut einer internationalen Studie des „Social Media Marketing Report“ aus dem Juni 2014 weltweit das größte B2B-Netzwerk. Branchenprimus Facebook kann im Bereich B2B nicht mehr mithalten. Mit mehr als 300 Millionen registrierten Nutzern und einem ausschließlichen Fokus auf den Business-Bereich bietet das LinkedIn somit optimale Voraussetzungen für die Kommunikation zwischen Unternehmen.

LinkedIn ist die B2B-Goldgrube

Es liegt auf der Hand, dass die Plattform nun auch verstärkt für Onlinewerbung nutzbar gemacht werden soll. Dafür stellt LinkedIn eigene Werbeformate zur Verfügung, die wir heute im Bezug auf die allgemeine Gestaltung und Ausrichtung genauer unter die Lupe nehmen.

B2B vs. B2C: LinkedIn überholt Facebook im B2B

Die wichtigsten Grundvoraussetzungen für das Werben auf LinkedIn:

  • Minimaler CPC von 2$
  • Minimales Tagesbudget von 10$
  • Bis zu 15 Anzeigen pro Kampagne
  • Beinhaltete Targeting-Möglichkeiten: Job-Titel, Job-Funktion, Branche, Ort, Unternehmensgröße, Unternehmensname, Berufserfahrung, Alter, Geschlecht, LinkedIn-Gruppenzugehörigkeit
  • Pro Kampagne 10 Einschränkungen für: Ort, Branche, Job-Funktion
  • Pro Kampagne 100 Einschränkungen für: Unternehmensname, Job-Titel, Schule, Fähigkeiten, LinkedIn Gruppenzugehörigkeit
  • Anzeigengestaltung: Überschrift – 25 Zeichen, Body-Text – 75 Zeichen und Bild – 50×50 Pixel
  • Der CTR muss über 0,025 % liegen, andernfalls werden die Anzeigen abgeschaltet

Interessanter Faktor: Conversion Rate

Auch in puncto „Visit-to-Lead Conversion Rate“ wird deutlich, dass LinkedIn ein weitaus höheres Potenzial bietet als alle vergleichbaren Netzwerke. Nach einer Studie von Hubspot erzielt LinkedIn mit einer Conversion Rate von 2,74 % mehr als drei Mal (!) so gute Resultate wie die Konkurrenten Facebook, Twitter und Co.

LinkedIn hubspot Conversion Rate

Entscheidender Vorteil: Targeting-Möglichkeiten

Da LinkedIn komplett auf Unternehmen ausgerichtet ist und nicht als „Freizeit-Plattform“ gilt, ist die Qualität der gespeicherten Daten weitaus höher als die anderer Netzwerke. Zum einen liegt dies daran, dass die Nutzer der Plattform in der Regel keine Falschangaben zu Ihren Profilen machen. Und außerdem sind die angegebenen Daten – Berufserfahrung, Branche, Position etc. – einfach essenziell für den B2B-Bereich.

Ein weiterer Vorteil, durch den sich LinkedIn von seiner Konkurrenz absetzt, besteht darin, dass bereits beim Einrichten einer Kampagne die voraussichtliche Reichweite angezeigt wird:

LinkedIn Audience marketingland

Nachteil: Anzeigengestaltung und Kosten

Anders als bei Google, Facebook und Co. ist man bei LinkedIn stark eingeschränkt, wenn es um die Anzeigengestaltung geht. So bietet das Netzwerk momentan nur ein Werbeformat an, das sich auf ein Bild von 50×50 Pixeln, eine 25 Zeichen lange Überschrift und einen 75 Zeichen langen Body-Text beschränkt.

Auch die Schaltkosten sind mit einem minimalen CPC von 2$ und einem minimalen Tagesbudget von 10$ vergleichsweise hoch. Bedenkt man jedoch, dass es im B2B-Bereich conversiontechnisch um wesentlich höhere Auftragsmargen geht, kann sich ein hoher Mediaeinsatz am Ende wieder auszahlen.

Fazit

LinkedIn bietet grundsätzlich schon viele sehr gute Voraussetzungen für erfolgreiche Werbung im B2B-Bereich und sollte von jedem Online-Marketer in Zukunft auf jeden Fall als Kanal berücksichtigt werden.

Einen kleinen „How-To-Get-Started-Guide“ findet ihr unter
http://www.ppchero.com/getting-started-with-linkedin-ads-what-you-need-to-know/