Nest – jetzt heizt Google ein!

Der bekannte deutsche Philosoph Andreas Tenzer sagte einst: „Zugvögeln ist kein Weg zu weit für ein warmes Nest.“ Betrachtet man die aktuellen Geschehnisse, ist zu erkennen, dass sich dieser Leitsatz auch auf technologische Bereiche adaptieren lässt. Denn Google heißt uns – passend zum Jahresende – ein weiteres Mal mit einem neuen, unglaublichen Produkt willkommen: „Nest powered by Google“

Nest & Google

Was bietet Nest?

Vor knapp einem Jahr übernahm Google das Unternehmen Nest, einen Hersteller für an das Internet angeschlossene Thermostate. Der Konzern belastete dafür lediglich seine „Kaffeekasse“ mit der Summe von 3,2 Milliarden Dollar. Mit diesem Angebot können Nutzer beispielsweise ihre Heizung nun mithilfe einer Google App, für Android sowie Apple iOS, steuern. Die simple Bedienung mittels Sprachbefehl oder auch durch individuell definierte Einstellungen wie „die Heizung wird auf 23°C aufgedreht, sobald ich mich auf dem Heimweg befinde“, sollen künftig für erhebliche Energie-Ersparnisse sorgen. Und dass Google weiß, wann man sich auf dem Heimweg befindet, muss an dieser Stelle nicht mehr erwähnt werden.

Doch warum interessiert sich der Internet-Alpha-Konzern eigentlich für Nest und unsere Heizsysteme? Als Google das Unternehmen Nest aufkaufte, erklärte der Thermostat Hersteller: “Unsere Datenschutzerklärung beschränkt die Nutzung von Kundendaten auf die Verbesserung unserer Produkte und Dienste. Wir nehmen Datenschutz ernst, und das wird sich nicht ändern.”

Da bleibt die Frage offen, welchen Nutzen Google – abgesehen von einem wirklich tollem Produkt – evtl. noch im Sinn hat. Denn falls der Konzern diese gesammelten Daten nicht weiter verwenden kann oder darf, dürfte ein Energie Tracking mit anschließender, zielgerichteter Werbung nicht möglich sein. Aber genau das steht zu vermuten.

Nest & Google im Alltag

Nest an sich ist ein klasse Produkt, gerade in ungünstigen Situationen kann dieses zum echten „Lebensretter“ werden. Jeder von uns ist schon einmal in den Urlaub gefahren und hat sich nach Reisebeginn den Kopf zerbrochen, ob man auch wirklich alle unnötigen Energieverbraucher ausgeschaltet hat. Und genau hier bietet Nest die perfekte Lösung. Ein kurzer Blick auf das Smartphone und schon kann man seine Reise entspannt fortsetzen.

Deutlich wird, dass sich Google mehr und mehr von einer reinen Informationsquelle zu einer Art „Personal Assistant“ für alle Lebenslagen entwickelt. Sei es das Buchen von Flügen, das Versenden von Mails, die Interaktion/Kontaktpflege zu Freunden oder Kunden und jetzt auch die Steuerung der Haustechnik bzw. Thermostate über Nest.

Fazit

Mit Nest ist somit der erste Fuß in die Tür gesetzt. Es gibt zwar bereits etliche Anbieter im Bereich „Smart Home“, doch basieren deren Konzepte nicht auf dem Tracking der Daten. Wir gehen davon aus, dass Google in 2015 relativ schnell mit weiteren Smart HomeProdukten nachziehen wird. Und dass nicht nur, um uns dabei zu helfen, ein paar Haushaltskosten einzusparen. Oder was meint ihr dazu?

Übrigens gibt es vergleichbare Anbieter wie z. B. Honeywell, dessen Geräte in Funktion und Optik sehr nah an das Thermostat von Nest heran kommen.

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Über Julius Huber

Julius ist Student, Jungunternehmer im Digital Business und Onlinemarketing-Autodidakt. Das bringt er unter einen Hut zusammen mit vielseitiger Unterstützung für catchyou im sehr abwechslungsreichen Tagesgeschäft. Außerdem findet er immer wieder spannende News im Netz, die er ansprechend und leicht verständlich für unsere Blogbeiträge aufbereitet. Wer uns besuchen kommt, wird seinem Münchner Charme im Handumdrehen erliegen - also Vorsicht!